Oh welch köstliches Getränk er doch ist unser Kaffee. Nachdem ich ja im letzten Jahr noch mit frischem Dalmayr via Packet von meinen Grosseltern versorg wurde, wusste ich schon, dass dies keine Langzeitloesung ist.
Lange habe ich mich vor der kleb-suessen schwarzen Bruehe, die sie hier Kopi nennen, gedrueckt. Das Zeug ist echt untrinkbar. OK, nicht ganz so schlimm wie der Tod in Tassen den man in Vietnam vorgesetzt bekommt, doch schlimm genug um sich das Kaffee trinken abzugewoehnen.
Zum Glueck gibt es allerdings Coffee-Shops oder auch groessere Ketten, die vernuenftigen Espresso verarbeiten und der Latte auch nach etwas schmeckt. Die grossen Namen sind alle vertreten, es gibt Starbucks, Coffee Bean, Gloria Jeans und wie sie alle heissen. Leider bringt da Designergetraenk einen kleinen Nachteil mit sich: ein groesseres Loch im Portemonnaie. So ein Grande Latte kann dann schon mal mit $6.50 zu Buche schlagen, dass sind dann in der Woche schon bis zu $50 nur in Kaffee. In diesem Kostenbereich trinkt momentan nur mein Auto.
Also eine andere Loesung musste her. Stein des Anstosses war der CRE Podcast (unbedingt mal reinhoeren) zum Thema Kaffee. Dort wurde mit so viel Liebe und Zuneigung ueber das begehrte Getraenk gesprochen, so dass ich mir gleich am naechsten Tag die Preise fuer Espresso Maschinen ausgeguckt habe. Der Geiz hat mich dann erst mal am Kauf gehindert.
Eines Tages brachte mir Naura ein Geschenk mit nach Hause: eine elektrische Kaffeemuehle. Noch am gleichen Tag haben wir die ersten Bohnen zu feinem Kaffeemehl verarbeitet und durch die Melitta Tuete gejagt.

Das Resultat: WOW, gar nicht so schlecht!
Seit dem gibt es nur nich frisch gemahlenen Kaffee bei uns.
Ich habe dazu ein Luftdichtes Gefaess fuer die geroesteten Bohnen (die kann man im Supermarkt kaufen) man muss sich halt fuer den Roestgrad entscheiden und die Art der Bohne (Arabica oder Robusta) und vielleicht noch welches Anbaugebiet.
Ich schwoere auf reinen Arabica, nicht zu dunkel geroestet.
Am morgen schmeiss ich dann ein paar Bohnen in die Muehle, lass die schoen klein mahlen (Achtung: nicht zu fein und nicht zu grob) und brueh das ganze einfach in einer normalen Filter-Kaffeemaschine.
Wir hatten zwar mit einer Espresso Machine geliebaeugelt, doch sind die Dinger sehr teuer und man hat einen relativ grossen Aufwand pro Tasse.
Der Frische Kaffee landet dann in meiner Tasse fuer das Fruehstueck und der Rest in einer Thermoskanne fuer Naura.
Ich kann euch nur empfehlen die paar Euro fuer eine Kaffeemuehle auszugeben und das ganze mal selbst zu probieren. Das Resultat ist wirklich wohlschmeckend!
Zum Ende noch eine Empfehlung zum lesen “The Complexity of Coffee” (kleines PDF)